Neuerscheinungen

Methodenreader: Projekt DIMENSIONEN. Der NSU und seine Auswirkungen auf die Migrationsgesellschaft.

Cover Methodenreader Dimensionen

 

Das Bekanntwerden des Terrors des „Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) hat nicht nur die Bewertung des deutschen Rechtsextremismus verändert, sondern auch bei Menschen mit Migrationsgeschichte, vor allem in der türkeistämmigen Bevölkerung, einen Wandel ausgelöst. Acht der zehn Mordopfer des NSU waren türkischer und eines griechischer Herkunft; oder sie lebten, wie in der Kölner Keupstraße, in einem türkisch geprägten Straßenzug. Viele Menschen mit Mi-grationsgeschichte in Deutschland sehen die rechtsterroristischen Taten in einer Wechselwirkung mit rassistischen Positionen in der Gesellschaft. Daher möchte IDA mit dieser Broschüre (post-)migrantische Perspektiven hör- und sichtbar machen. Darüber hinaus soll durch Bildungsarbeit die gesamte Gesellschaft für (post-)migrantische Perspektiven auf den NSU sensibilisiert werden.

Die Broschüre enthält einen Theorieteil zur rassismuskritischen Bildungsarbeit, zur gesellschaftlichen und historischen Verortung des NSU-Komplexes und zur medialen Berichterstattung in deutsch- und türkischsprachigen Medien. Der Praxisteil enthält Methoden und Übungen zu (institutionellem) Rassismus, Positionen aus migrantischen Communities, Untersuchungen zur Berichterstattung in den Medien sowie rechtliche Tipps und Hinweise zu migrantischer Selbstorganisation. Die Projektdokumentation ist mit einer kopierfreundlichen Spiralbindung versehen, so dass Arbeitsblätter und Informationsblöcke einfach vervielfältigt werden können.

Bis zu zwei Exemplare der Publikation können bei IDA gegen eine Versandpauschale von 3,00 Euro zuzüglich der gewichtsabhängigen Portokosten unter www.idaev.de/publikationen/bestellformular bestellt werden.

 

Rolf Knieper in Zusammenarbeit mit Elizaveta Khan im Auftrag des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit e. V. (Hg.): Projekt DIMENSIONEN. Der NSU und seine Auswirkungen auf die Migrationsgesellschaft. Düsseldorf 2015, 222 Seiten


Arbeitshilfe: Glossar der Neuen deutschen Medienmacher. Formulierungshilfen für einen diskriminierungssensiblen Sprachgebrauch in der Bildungsarbeit in der Migrationsgesellschaft.

Cover Glossar Formulierungshilfen diskriminierungssensibler Sprachgebrauch

IDA und die Neuen deutschen Medienmacher geben ein Glossar mit Formulierungshilfen für einen diskriminierungssensiblen Sprachgebrauch in der Bildungsarbeit in der Migrationsgesellschaft heraus

In der aktuellen gesellschaftlichen Debatte über Flucht und Asyl geht auch sprachlich einiges durcheinander. Immer noch ist hier und da abwertend von Asylanten die Rede. Asylsuchende werden als Asylbewerberinnen und Asylbewerber bezeichnet, obwohl man sich um ein Grundrecht eigentlich nicht bewerben muss. Auch in der Diskussion über das Zusammenleben im Einwanderungsland Deutschland werden die Begriffe oft unscharf verwendet: Es ist von Migrantinnen und Migranten die Rede, obwohl die meisten der Menschen hier geboren sind. Selbst der sprachlich neutrale Begriff „Menschen mit Migrationshintergrund“ wird zunehmend als stigmatisierend empfunden, da mit ihm häufig das Bild einer Problemgruppe assoziiert wird.

Die Neuen deutschen Medienmacher haben vor diesem Hintergrund in den letzten Jahren ein Glossar für die Berichterstattung im Einwanderungsland entwickelt, das auf große Resonanz nicht nur im Bereich der Medien getroffen ist. Das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA e. V.) hat dieses Glossar nun gemeinsam mit den Neuen deutschen Medienmachern für den Einsatz in der Bildungsarbeit weiterentwickelt und in überarbeiteter Form für die Jugendarbeit, die Erwachsenenbildung, die Arbeit mit Migrantenorganisationen und mit Geflüchteten neu herausgegeben.

Auf eine inhaltliche Einführung zur Relevanz von diskriminierungssensiblem Sprachgebrauch und einer Hinführung unter der Überschrift "Wer sind 'wir', wer sind 'die Anderen'?" folgen Kapitel zu den Themen Migration, Kriminalität, Musliminnen und Muslime, Jüdinnen und Juden sowie Flucht und Asyl, in denen jeweils im Stil kurzer Lexikonbeiträge die Begriffe sowie die Chancen oder Fallstricke ihrer Verwendung erläutert werden. Dabei werden empfohlene Begriffe besonders hervorgehoben.

Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V. (Hg.): Glossar der Neuen deutschen Medienmacher. Formulierungshilfen für einen diskriminierungssensiblen Sprachgebrauch in der Bildungsarbeit in der Migrationsgesellschaft, Düsseldorf 2015, 60 Seiten


Reader: Diversitätsbewusste (internationale) Jugendarbeit. Eine Handreichung.


In der Kinder- und Jugendarbeit finden stärker die Begriffe „Diversität“ und „Diversitätsbewusste Bildungsarbeit“ Verwendung, während der Begriff „Diversity“ eher in Unternehmen und Verwaltungen genutzt wird. Im Mittelpunkt des Zugangs der Kinder- und Jugendarbeit steht, möglichst vielen jungen Menschen Zugänge zu gesellschaftlichen Ressourcen und zu Teilhabe zu ermöglichen und Benachteiligungen auszugleichen. Für Jugendverbände und Träger der Internationalen Jugendarbeit geht es darum, Vielfalt als von vornherein vorhandene Selbstverständlichkeit wahrzunehmen und sensibel für Diskriminierungen und Ausschlussmechanismen zu werden.

Auf eine ausführliche Einleitung mit Begriffsklärungen folgt jeweils ein Kapitel zur strukturellen und zur konzeptionell-methodischen Perspektive auf diversitätsbewusste Jugendarbeit. Dann folgt ein Kapitel mit ausgewählten Praxiserfahrungen aus der internationalen Jugendarbeit. Denkanstöße zum Themenfeld Diversität – auch zur innerdeutschen Differenzlinie Ost-West – und ein Serviceteil runden die Broschüre ab.

Ansgar Drücker, Karin Reindlmeier, Ahmet Sinoplu, Eike Totter (Hg.): Diversitätsbewusste (internationale) Jugendarbeit. Eine Handreichung. Herausgegeben im Auftrag des IDA e. V. in Kooperation mit transfer e. V., Düsseldorf: Eigenverlag 2015, 84 Seiten


Reader: Antiziganismus – Rassistische Stereotype und Diskriminierung von Sinti und Roma. Grundlagen für eine Bildungsarbeit gegen Antiziganismus

 

Reader Antiziganismus

Sinti und Roma sind in besonderem Maße rassistischer Ausgrenzung und Diskriminierung ausgesetzt. Nicht nur aktuell aus Osteuropa migrierte Roma sind von Rassismus betroffen; antiziganistische Feindbilder richten sich gegen alle Sinti und Roma, die in Deutschland leben – in einer jahrhundertelangen Kontinuität, die selten betrachtet und herausgestellt wird.

Der Reader klärt über Ursachen und Auswirkungen von Antiziganismus auf und nimmt drei Ebenen von Antiziganismus in den Blick: Der erste Teil geht auf strukturelle Diskriminierung ein, wenn er nach der ausgrenzenden Wirkungsweise von Sprache, nach der aktuellen Mediendebatte über eingewanderte Roma und der Bildungssituation deutscher Sinti und Roma fragt. Weitere Beiträge widmen sich unter anderem der Diskriminierung von Sinti und Roma auf dem Arbeitsmarkt und der Lage von Roma in Ost- und Südosteuropa. Im zweiten Part fokussiert die Broschüre die individuelle Ebene des Antiziganismus. So geht die Publikation auf die Verbreitung antiziganistischer Einstellungen in Deutschland sowie die Herkunft und Wirkung einzelner antiziganistischer Vorurteile ein. Ein dritter Teil beleuchtet die Ebene von (extrem rechter) Agitation und Gewalt gegen Sinti und Roma in Deutschland wie in Mittel- und Osteuropa. Nicht zuletzt weil ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt von IDA e. V. die Unterstützung von und die Kooperation mit Migrant_innenselbstorganisationen ist, schließt die Broschüre mit der Selbstrepräsentation von Organisationen. Es stellen sich die Roma-(und Nicht-Roma-)Jugendorganisationen Amaro Drom e. V., Amaro Foro und TernYpe vor; ferner das AGORA-Netzwerk für Sinti- und Roma-Frauen, die Kampagne „Alle bleiben“ und die Hildegard-Lagrenne-Stiftung.

Milena Detzner/Ansgar Drücker/Barbara Manthe (Hg.): Antiziganismus – Rassistische Stereotype und Diskriminierung von Sinti und Roma. Grundlagen für eine Bildungsarbeit gegen Antiziganismus. Herausgegeben im Auftrag des IDA e. V., ISSN 1616-6027, Düsseldorf: Eigenverlag 2014, 80 Seiten.


Reader: Zum Erfolg verdammt. Bundesprogramme gegen Rechtsextremismus. Prävention und Intervention auf dem Prüfstand

Reader Bundesprogramme

Seit über 20 Jahren werden immer wieder Bundesprogramme gegen Rechtsextremismus aufgelegt. Auch im Jahr 2015 wird die jetzt amtierende schwarz-rote Bundesregierung ein Bundesprogramm gegen Rechtsextremismus auflegen, das den Titel Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ trägt. Neben einigen neuen Ansätzen steht es weiterhin in der Tradition der bisherigen Bundesprogramme. Es ist daher an der Zeit, Bilanz zu ziehen und einen Blick auf die Gesamtentwicklung der Bundesprogramme zu werfen.
Die Vielfalt Mediathek (www.vielfalt-mediathek.de) des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit (IDA) e. V. hat den Reader
„Zum Erfolg verdammt. Bundesprogramme gegen Rechtsextremismus. Prävention und Intervention auf dem Prüfstand“ herausgegeben, der sich mit den unterschiedlichen Bundesprogrammen gegen Rechtsextremismus auseinandersetzt. Expert_innen und Praktiker_innen setzen sich nicht nur mit der Geschichte und Entwicklung der Bundesprogramme auseinander, sondern untersuchen auch die vielen unterschiedlichen Facetten und Themen wie Präventionskonzepte, Auswirkungen auf die extreme Rechte, Opferberatung oder genderspezifische Aspekte der verschiedenen Bundesprogramme und unterziehen sie einer konstruktiven Analyse und Bewertung.

Mathis Blome/Barbara Manthe (Hg.): Zum Erfolg verdammt. Bundesprogramme gegen Rechtsextremismus. Prävention und Intervention auf dem Prüfstand. Herausgegeben im Auftrag des IDA e. V., ISSN 1616-6207, Düsseldorf: Eigenverlag 2014, 80 Seiten.


Reader: salonfähig, trittsicher. Rechtspopulismus und Rechtsextremismus in Europa

Reader Rechtsextremismus in Europa

Der Reader verdeutlicht, dass Rechtspopulismus und Rechtsextremismus nicht vor nationalen Grenzen haltmachen und fragt nach Gegenstrategien für die politische Bildungsarbeit. Das Europäische Parlament entwickelt sich ebenso wie das Thema „Europa“ auch für extrem rechte und rechtspopulistische Kräfte zu einem immer attraktiveren Betätigungsort. „Gegen Europa“ bietet der extremen Rechten ein schier endloses Agitationsfeld. Befeuert durch die so genannte „Eurokrise“ gewinnt sie in vielen Ländern an Zuspruch. Die Broschüre, die aus einer Kooperationstagung des IDA e. V. und der Evangelischen Akademie Frankfurt im Herbst 2013 hervorgegangen ist, will den Blick dafür schärfen, dass Rechtsextremismus und Rechtspopulismus gesamteuropäische Phänomene sind.
Ein einleitender Text führt in die Konzeption der Broschüre und aktuelle Trends der extremen Rechten ein. Der erste Teil der Publikation vertieft die Dynamiken und Entwicklungen der extremen Rechten in Europa, fragt nach der Geschichte europäischer Vernetzung und geht auf aktuelle Erscheinungsformen der extremen Rechten in Europa ein, wobei besonders das Phänomen des Rechtspopulismus beleuchtet wird. Der zweite Part thematisiert Perspektiven für die (pädagogische) Praxis. Wie können wir in der pädagogischen Arbeit in eine kritische und reflektierte Auseinandersetzung mit Rassismus gehen?

Karima Benbrahim/Ole Jantschek/Barbara Manthe (Hg.): salonfähig, trittsicher. Rechtspopulismus und Rechtsextremismus in Europa. Herausgegeben im Auftrag des IDA e. V., ISSN 1616-6027, Düsseldorf: Eigenverlag 2014, 64 Seiten.


Reader: Die Interkulturelle Öffnung der Jugendverbandsarbeit

Reader Interkulturelle Öffnung

Die interkulturelle Öffnung der Jugendverbandsarbeit folgt einer doppelten Strategie: Es geht zum einen um die Unterstützung der Interkulturellen Öffnung der etablierten Jugendverbände sowie der Jugendringe. Es geht zum anderen um die Unterstützung des Strukturaufbaus und der Arbeit von Migrant_innenjugendselbst­organisationen (MJSO) bzw. Vereinigungen junger Menschen mit Migrationshintergrund (VJM). Beide Seiten dieser gleichberechtigt nebeneinander stehenden Ansätze werden im neuen Reader des IDA beleuchtet - in Tandemansätzen (und natürlich im verbandlichen Alltag) können sie sich zudem überschneiden.
Nach einer Einführung werden die wichtigsten deutschen Migrant_innenjugendselbstorga­nisationen vorgestellt, bevor sich eine Bestandsaufnahme aus Sicht der Wissenschaft anschließt. Hier werden aktuelle Forschungsergebnisse und Studien dargestellt. Es folgt eine Bestandsaufnahme aus Sicht der Jugendverbandsarbeit, u. a. aus der Perspektive des Deutschen Bundesjugendrings und von IDA. Anschließend folgt ein Kapitel mit Erfahrungen aus verschiedenen Projekten zur interkulturellen Öffnung; u. a. kommen Migrant_innenjugendselbstorganisationen zu Wort. Ein Anhang mit Adressen und Hinweisen zum Weiterlesen rundet die Broschüre ab.

Ansgar Drücker (Hg.): Die Interkulturelle Öffnung der Jugendverbandsarbeit. Bestandsaufnahme und Erfahrungen aus Projekten. Herausgegeben im Auftrag des IDA e. V.,ISSN 1616-6027, Düsseldorf: Eigenverlag 2013, 80 Seiten.


Reader: Antisemitismus – ein gefährliches Erbe mit vielen Gesichtern. Handreichung zu Theorie und Praxis

Antisemitismus

Im ersten Teil des neuen IDA-Readers „Antisemitismus – ein gefährliches Erbe mit vielen Gesichtern“ werden Ideologien, Erscheinungsformen und Entwicklungen von Antisemitismus vorgestellt und diskutiert. Einleitend findet sich ein Überblick, was Antisemitismus überhaupt ist, welche verschiedenen Ausprägungen zu beobachten sind und wie sich diese historisch entwickelt haben. Anschließend wird ein Blick darauf geworfen, wie Antisemitismus in der gegenwärtigen Migrationsgesellschaft von der Mitteder Gesellschaft an ihren Rand verschoben wird und im Sinne einer Entlastung der Mehrheitsgesellschaft zum Problem vor allem von Menschen mit Migrationshintergrund gemacht wird.
Der zweite Teil des Readers stellt zunächst einige theoretische Überlegungen zu pädagogischen Herangehensweisen an und schlägt dann einen Bogen zu praktischen Entwicklungen und Umsetzungen von Strategien gegen Antisemitismus. Hier werden Theorien für die Praxis handhabbar gemacht sowie Reflexionen und Handlungsstrategien vorgestellt.
Der dritte Teil des Readers besteht aus Berichten aus der Praxis und bietet mit der Darstellung von Projekten, Konzepten und Materialien Inspiration und Anregung für die Entwicklung eigener Handlungsstrategien.

Milena Detzner, Ansgar Drücker (Hg.): Antisemitismus – ein gefährliches Erbe mit vielen Gesichtern. Handreichung zu Theorie und Praxis. Herausgegeben im Auftrag des IDA e. V.,ISSN 1616-6027, Düsseldorf: Eigenverlag 2013, 92 Seiten


Flyer: Was heißt eigentlich ... Antiziganismus?

Der Flyer beleuchtet verschiedene Facetten eines Rassismus, der sich gegen Sinti und Roma richtet, geht auf Vergangenheit und Gegenwart des Phänomens ein und beschreibt Gegenmaßnahmen. 

Antiziganismus

Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V. (IDA) (Hg.): Was heißt eigentlich ... Antiziganismus? Düsseldorf: Eigenverlag, 2013


Reader „Diversität bewusst wahrnehmen und mitdenken, aber wie?"
Diversität bewusst wahrnehmen und mitdenken, aber wie?

Der Reader „Diversität bewusst wahrnehmen und mitdenken, aber wie?" ist die erste Veröffentlichung des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit e. V. (IDA) zu diesem aktuellen Thema. Das Konzept Diversität sucht Erklärungsmuster für Diskriminierungen nicht nur in Verhaltensweisen von Individuen und ihren Interaktionen, sondern auch in institutionellen bzw. strukturellen Rahmenbedingungen. Das Anliegen dieses Readers ist es daher, die Bedeutung von Diversität als Ansatz in der Jugend(verbands)arbeit und Bildungsarbeit aufzugreifen und Handlungsmöglichkeiten für einen individuellen und institutionellen Umgang mit unterschiedlichen Dimensionen von Differenz und den Abbau von Diskriminierungen aufzuzeigen. Diskriminierungsformen wie Homophobie, Sexismus, Klassismus, Ethnozentrismus und Nationalismus rücken damit in den Fokus pädagogischer Fragestellungen und stellen rassismuskritische Konzepte vor neue Herausforderungen.
Der Reader führt im Theorieteil in die Thematik ein und enthält Hintergrundwissen zur Entstehung des Konzeptes sowie eine Auseinandersetzung mit Begrifflichkeiten und pädagogischen Perspektiven des Ansatzes in Deutschland. Die Autor_innen diskutieren in unterschiedlichen Beiträgen über Aspekte einer diversitätsbewussten Bildungsarbeit und die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen im Umgang mit Differenz und Ungleichheit.
Der Praxisteil widmet sich der pädagogischen und methodischen Umsetzung. Jugendverbände stellen in Projekten erprobte diversitätsbewusste Ansätze vor und verdeutlichen die Relevanz der Thematik für ihren Verband. Darüber hinaus werden Übungen und Methoden zur Sensibilisierung im Umgang mit Unterschieden und Diskriminierung vorgestellt, die für eine diversitätsbewusste Bildungsarbeit mit und für Pädagog_innen bedeutsam sind. Im Serviceteil findet sich eine Auswahl von bundesweiten Anlauf- und Beratungsstellen für Betroffene im Falle einer Diskrimi-nierung oder bei rassistischen Übergriffen.
Zudem informiert der Serviceteil über aktuelle Bildungsmaterialien und Arbeitshilfen rund um das Thema Diversität aus der Vielfalt-Mediathek des IDA. Ergänzend zu den Beiträgen werden in Infoboxen Begriffe, Informationen und Empfehlungen für die pädagogische Arbeit zum Thema Diversität gegeben.

Karima Benbrahim (Hg.): Diversität bewusst wahrnehmen und mitdenken, aber wie? Herausgegeben im Auftrag des IDA e. V., ISSN 1616-6027, Düsseldorf: Eigenverlag 2012, 80 Seiten.