Glossar

Altersdiskriminierung
Alterdiskriminierung (auch: Ageism) bezeichnet die Diskriminierung von Personen oder Gruppen aufgrund ihres Alters. Prinzipiell können alle Altersgruppen betroffen sein. Vorwiegend sind allerdings ältere Menschen (Gerontophobie) oder Jugendliche (Ephebiphobie) betroffen. Im Gegensatz dazu wird unter Jeunismus die gezielte Bevorzugung von Jugendlichen verstanden.
Antidiskriminierung
Mit Antidiskriminierung verbindet sich ein aktives Eintreten gegen Diskriminierung, sei sie direkter oder indirekter Art. Die Spannweite von Aktivitäten reicht hierbei von der gezielten Beratung und Unterstützung von Menschen mit Diskriminierungserfahrungen und der Dokumentation von Diskriminierungsfällen über öffentlichkeitswirksame Kampagnen für Vielfalt und gleiche Rechte bis hin zu Gesetzen mit einklagbaren Bestimmungen zum Schutz vor Diskriminierung. Ein wichtiges Ziel von Antidiskriminierungsarbeit ist die Sicherung fundamentaler Menschenrechte.
Antisemitismus
Der Begriff wurde Ende des 19. Jhs. von deutschen Antisemiten geprägt, die ihre Feindschaft gegenüber Juden damit - in Abgrenzung zu religiös motivierten Antipathien - pseudo-wissenschaftlich und rassistisch zu legitimieren versuchten. »Im modernen Sprachgebrauch« - so der Antisemitismusforscher Wolfgang Benz - meint der Begriff »die Gesamtheit judenfeindlicher Äußerungen, Tendenzen, Ressentiments, Haltungen und Handlungen unabhängig von ihren religiösen, rassistischen, sozialen oder sonstigen Motiven.«
Antiziganismus
Der Begriff findet in den letzten Jahren stärkere Verbreitung, um Feindschaft gegen Sinti und Roma zu bezeichnen. So formuliert die Gesellschaft für Antiziganismusforschung: »Antiziganismus (von tsigane = Zigeuner) ist die feindliche Haltung gegenüber den ›Zigeunern‹, die von inneren Vorbehalten über offene Ablehnung, Ausgrenzung und Vertreibung bis zu Tötung und massenhafter Vernichtung reicht. Diese Haltung zeigt sich ebenso in der Diskriminierung und Dämonisierung der Minderheit wie in der Verklärung des ›lustigen Zigeunerlebens‹.«
Aussiedler
Als Aussiedlerinnen und Aussiedler werden deutsche Staatsangehörige und deutsche Volkszugehörige (nach § 1 Abs. 2 Nr. 3 des Bundesvertriebenengesetzes) die die Aussiedlergebiete verlassen und in die Bundesrepublik Deutschland eingereist sind bezeichnet (siehe auch: Spätaussiedler/in).