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„Are you on the guestlist?“ – Über europäische Ein- und Ausschlussmechanismen

Veranstaltungsankündigung:

Fachgespräch des IDA e. V. am Donnerstag, den 21. November 2019 von 12 bis 14 Uhr in Hannover

 

 

 

Wann? Donnerstag, den 21. November 2019 von 12:00 bis 14:00 Uhr

Wo? Stadtteilzentrum Lister Turm, Walderseestraße 100, 30177 Hannover (Raum 16, barrierefrei zugänglich)

Moderation: Nora Warrach (Referentin IDA e. V.)

Einführung: Ansgar Drücker (Geschäftsführer IDA e. V.)

Gäste: Allegra Schneider (Dokumentarfilm: „Möglichst freiwillig“), Olaf Bernau (Afrique-Europa-Interact) und Sabine Hess (Universität Göttingen)

Europa: Als Kontinent der offenen Grenzen und Reisefreiheit erleben es die einen, als sich abschottend und abwehrend die anderen. Wen schließt Europa eigentlich ein und wen aus? Nicht erst seit den 2014 deutlich angestiegenen Zahlen Geflüchteter vom afrikanischen Kontinent und aus dem Nahen Osten Richtung Europa wird von der „Festung Europa“ mit ihren einerseits regulierenden, andererseits restriktiven Migrations- und Grenzregimen gesprochen. Auch viele EU-Migrant*innen sind von Ausschlüssen betroffen, darunter u. a. Roma und Sinti. Somit ist Europa inter- aber auch innerkontinental nicht gleichermaßen für alle offen und zugänglich.

Wie bricht diese Haltung mit einem europäischen Selbstverständnis als „offener“ Kontinent? Wie wird Europa aus der Perspektive derjenigen wahrgenommen, die den Ausschluss und den restriktiven Zugang erfahren? Welche Ziele verfolgt Europa durch die Implementierung immer schärferer Regulationen? Welche Lösungsansätze und Alternativen könnten Migrationsbewegungen zwar einerseits regulieren, aber andererseits menschenrechtlich vertretbar sein? Und was bedeutet das alles ggf. auch für die Zukunft Europas?

Vor diesem Hintergrund kommen wir ins Gespräch mit Allegra Schneider, die 2018 einen Dokumentarfilm über eine Roma-Familie veröffentlichte, die Deutschland „möglichst freiwillig“ verlassen musste, mit Olaf Bernau, der über außereuropäische Kämpfe um Bewegungsfreiheit und Gleichberechtigung u. a. aus Mali, Togo und Marokko berichten kann, und mit Sabine Hess, die an der Universität Göttingen zu den Themenbereichen Migrations- und Grenzregime sowie Europäisierung lehrt und forscht. Durch die Auswahl der Gäste gewinnen wir somit unterschiedliche Perspektiven auf die aktuelle Situation Europas und seiner Grenzen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitten um eine Anmeldung bis zum 14. November an info(at)idaev.de.