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Fach- und Jubiläumstagung anlässlich 30 Jahre IDA e. V.

Hybridveranstaltung in Berlin und daheim: Kontinuitäten und neue Perspektiven. Die Tagung soll genutzt werden, um neue Anregungen und Ideen zur zukünftigen Gestaltung rassismuskritischer Bildungsarbeit und des andauernden Engagements gegen Rechtsextremismus zu gewinnen.

„Kontinuitäten und neue Perspektiven – 30 Jahre IDA: Von der Antirassismusarbeit zur Rassismuskritik" lautet der Titel der Fach- und Jubiläumstage anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit e.V. (IDA). Sie findet am 13. und 14. November – vorbehaltlich pandemiebedingter Änderungen – in Berlin statt und wird gestreamt, so dass nach Anmeldung auch eine Online-Teilnahme möglich ist. Die Veranstaltung findet von Freitag, 13. November, 14 Uhr, bis Samstag, 14. November, 13 Uhr, statt.

Jubiläen sind nicht nur ein Anlass zurückzublicken, sondern bieten auch eine Chance zum Innehalten und zur Reflexion. Auf Initiative von Jugendverbänden wird 1990 das IDA mit dem Ziel gegründet, mit Bildungsarbeit gegen Rassismus und Rechtsextremismus vorzugehen. Die Gründung steht in direktem Zusammenhang mit den rassistischen Pogromen der 1990er Jahre. Dadurch entwickeln sich die Kernthemen des IDA: Rassismus(kritik), Rechtsextremismus, Antisemitismus und weitere, sich im Laufe der Zeit manifestierende migrationsgesellschaftliche und demokratiepädagogische Themenkomplexe wie bspw. Flucht und Asyl. Die Begriffe und auch die Vorstellungen dazu sind noch andere – die Abkürzung IDA steht anfangs für Informations-, Dokumentationsund Aktionszentrum gegen Ausländerfeindlichkeit für eine multikulturelle Gesellschaft. Rassismus wird heute häufiger thematisiert und als solcher benannt als vor 30 Jahren und der Begriff hat sich bis hinein in staatliche Stellen punktuell etabliert. Die rassismuskritische Analyse ist zunehmend differenzierter geworden. Viele Institutionen und Organisationen arbeiten an ihrer interkulturellen oder rassismuskritischen Öffnung. Selbstorganisationen haben dazu beigetragen, dass Minderheiten und Communitys sichtbarer und hörbarer geworden sind.

Diese positiven Entwicklungen können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es weiterhin (lebens-)gefährlich ist, als Schwarze*r, Person of Color, migrantisierte Person, Jüdin_Jude, Muslim:in, Rom*ni oder Sinto*izza in Deutschland zu leben. Sie haben nicht verhindern können, dass sich rechtsextreme Übergriffe bis hin zu Rechtsterrorismus regelmäßig wiederholen und dass vor allem rassistisch oder antisemitisch diskreditierbare Menschen die Angegriffenen sind. Dass Rassismus also auch auf der einen oder anderen institutionellen Ebene nicht mehr als Tabuwort gilt, heißt noch nicht, dass aktiv gegen Rassismus vorgegangen wird, dass Mitarbeitende vor Rassismus geschützt werden und dass eigene Rassismen eingestanden und reflektiert werden.

IDA möchte die Tagung nutzen, neue Anregungen und Ideen zur zukünftigen Gestaltung rassismuskritischer Bildungsarbeit und des andauernden Engagements gegen Rechtsextremismus zu gewinnen.

Das Programm der Veranstaltung, weitere Informationen und der Link zur Anmeldung finden sich unter https://www.idaev.de/aktuelles/veranstaltungen/anmeldung/kontinuitaeten-und-umbrueche-30-jahre-rassismuskritik-bei-ida-e-v. Eine Anmeldung ist sowohl für die Teilnahme vor Ort als auch für die Online-Teilnahme erforderlich.