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Filmtitel

Stärker als die Angst

Beschreibung

Solomon war 15 Jahre alt und kam aus Kamerun Er sollte die ihm zugedachte Rolle in der Familie einnehmen und wollte doch nur frei und unabhängig sein. Im Fahrwerkschacht eines Flugzeuges enden seine Träume von einem anderen Leben. Als die Maschine im Landeanflug das Fahrwerk ausklappt, stürzt Solomons Leichnam herab auf einen deutschen Acker. Da findet ein Spaziergänger die Leiche des schwarzen Jungen, 20 cm tief in den regennassen Boden gedrückt. Die Rekonstruktion der Ereignisse fördert europäische und afrikanische Selbstdarstellungen und Realitäten zutage. Solomons Geschichte wird in drei Kapiteln erzählt, die jeweils einen eigenen Blick auf seine Person richten.

Kapitelaufteilung:

1. Der Junge, der vom Himmel fiel
Solomon wird in dem kleinen Ort Lauchringen post mortem adoptiert, er wird feierlich bestattet und erhält einen Grabstein aus Granit, in den Afrika eingraviert und Kamerun gekennzeichnet ist. Immer wieder liegen Blumen auf seinem Grab, der Pfarrer sagt, man habe ihm ein Stück Heimat gegeben. Er denkt aber auch, dass nicht jeder im Ort begeistert gewesen wäre, wäre Solomon lebend zu ihnen gekommen. So beginnt der 1.Teil des Films mit dem letzten Kapitel aus Solomons Geschichte.

2. Ich nehme euch als meine Eltern
Vier Monate vor seinem Tod wurde Solomon auf dem Rollfeld des Pariser Flughafen Charles de Gaulle aufgegriffen und erzählte die unglaubliche Geschichte, er sei im Fahrgestellschacht eines Flugzeuges gereist. Solomons Pflegemutter lobt ihn als einen braven Jungen, der nicht so raubeinig war wie die anderen und der Sozialfürsorger bedauert, dass Solomon eines Tages beschloss, wieder nach Kamerun zurückzukehren. Ein Brief Solomons aus dieser Zeit klingt unversöhnlich und einsam, gegen wen er sich richtete, bleibt sein Geheimnis.

3. Der verlorene Sohn
Im 3. Teil bei seiner Familie in Bamenda-Kamerun erzählen die Menschen, die mit ihm lebten mit großer Offenheit seine Geschichte, aber auch ihre Erwartungen, Bewertungen und ihre Moral. Sie entwerfen ein widersprüchliches Bild des Jungen und wir erhalten sehr persönliche Innenansichten einer afrikanischen Familie. Diese lassen ahnen, welcher Druck auf der jungen afrikanischen Generation lastet, die einerseits die soziale Hoffnung und Perspektive der Familien ist und andererseits von einem Leben als freies Individuum nach westlichem Vorbild träumt.

 

Quelle der Inhaltsbeschreibung: medienrecherche.lmz-bw.de

Produktionsort, -gesellschaft: Immendingen: fechner Media Verlag

FSK: 12

 


Regie
Produktionsjahr

2004

Spieldauer

52 Min.

Medientyp

DVD / VHS


Themen
  • Migrationsgesellschaft
  • Interkulturalität
Kategorien
  • Dokumentarfilm
Verleih

LMZ 13

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