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Heterosexismus

Heterosexismus bezeichnet die Diskriminierung von Menschen, die nicht in ein heteronormatives Weltbild passen, etwa weil sie homosexuell begehren, inter* oder transgender sind oder nicht den gängigen Geschlechterklischees entsprechen. Dahinter stecken sexistisch geprägte Rollenbilder für Mädchen und Jungen, Männer und Frauen. Sie schreiben Menschen auf „normale“ Verhaltensmuster (z. B. in romantischen Beziehung, beim Sex oder bei der Auswahl von Bekleidung) fest, denken „abweichende“ Bedürfnisse und Praktiken nicht mit und verurteilen sie. Heterosexismus kann sich auf der interaktionalen Ebene durch verbale oder physische Gewalt äußern, aber auch subtilere Formen des Ausschlusses annehmen. Das passiert auf struktureller, gesellschaftlich-kultureller oder institutioneller Ebene, etwa wenn es auf Formularen nur möglich ist, „Mann“ oder „Frau“ anzugeben, im Aufklärungsunterricht ausschließlich von binären Geschlechtsindentitäten und heterosexuellen Beziehungen ausgegangen wird oder die Adoptionsrechte von homosexuellen Paaren eingeschränkt werden.

Siehe auch Gender, Homofeindlichkeit, Homophobie, LSBTI / LSBTIQ, Queer und Queer Studies

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