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Gesellschaftlich-kultureller Rassismus

Um gesellschaftlich-kulturellen Rassismus – auch als symbolischer Rassismus bezeichnet – handelt es sich auch, wenn Menschen unter Bezug auf eine rassistische Differenzordnung (siehe Rassifizierung und Othering) nicht als zugehörig, „normal“ oder „wertvoll“ mitgedacht und anerkannt werden. Die Lebensrealitäten von rassistisch diskreditierbaren Menschen ausgeblendet werden und behauptet wird, jede*r könne durch eigene Leistung alles erreichen (Farbenblindheit). Dazu gehört also auch die Frage, wer implizit als Zielgruppe von Texten usw. – also als implizite Norm – mitgedacht wird. Symbolischer Rassismus hat also die Funktion, „die Anderen“ „symbolisch aus der Familie der Nation, aus der Gemeinschaft auszuweisen."* Solche Denkweisen schlagen sich dann nieder in verandernden und stereotypen Darstellungen z. B. in Medien, Werbung, Literatur, Theater, Schul- und Kinderbüchern.

Siehe auch Rassismus, Repräsentationsverhältnisse und Weißsein

* Hall, Stuart (2000): Rassismus als ideologischer Diskurs, in: Räthzel, Nora (Hg.), Theorien über Rassismus, Hamburg: Argument Verlag, 7-16, hier S. 13f.

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